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Vor Ort: Rheinland-Pfalz/Saarland

Koblenz

Erfolgreiche Betriebsrätekonferenz

Austausch und Netzwerken im Haus Horchheimer Höhe.

Foto: Tobias Paulius

Bezirksleiter Tobias Paulus zeigt sich zufrieden: „Danke an die rund hundert Betriebsrätinnen und Betriebsräte, die unsere Betriebsrätekonferenz 2026 besuchten.“

Das Plenum nahm sich vielfältiger Themen an: Neben der Frage, wie sich künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag auswirken wird, ging es auch um die Qualifizierung von Arbeitskräften in der betrieblichen Weiterbildung und den Umbau der energieintensiven Industrien zugunsten von mehr Kosteneffizienz und nachhaltigen Produktionsverfahren. Vor allem aber standen das Teambuilding und die Vernetzung mit strategischen Partnern im Fokus.

„Gemeinsam mit euch wollen wir in schwierigen Zeiten die kommende Legislaturperiode im Sinne der Beschäftigten in deren Unternehmen gestalten“, wirbt Paulus. Unter dem Motto Team Zukunft – also die IGBCE gemeinsam mit ihren gewerkschaftlich organisierten Betriebsräten – wolle man nun mit Mut und Vertrauen die Arbeit angehen.


Oberthal/Bad Friedrichshall

Eine Rückkehr nach unter Tage

Die Ortsgruppe Oberthal war begeistert von ihrer jüngsten Bildungsfahrt.

Foto: Peter Backes

Die Ortsgruppe Oberthal zog es bei ihrer jüngsten Bildungsfahrt ins Salzbergwerk der Südwestdeutschen Salzwerke nach Bad Friedrichshall bei Heilbronn. Weil die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter dort gut gestärkt ankommen wollten, legten sie auf halber Strecke ein zünftiges Bergmannsfrühstück ein. „Das war die Grundlage, um die Einfahrt nach unter Tage nach langen Jahren wieder durchzuhalten“, kommentiert Peter Backes, Vorsitzender der Ortsgruppe.

„Auf der 180 Meter tief gelegenen Sohle angekommen, bestaunten wir alle die riesigen Dimensionen der Grubenbaue und die dazu passenden Abbaumaschinen“, schildert Backes seine Eindrücke. „Die verschiedenen Ausstellungen über das Salz waren ebenso lehrreich wie der 200 Meter lange Bohrkern.“

Auf der Rückfahrt legte das Team noch einen Halt in Deutschlands zweitältester Stadt, Speyer, ein. „Schön war’s“, lautete die einhellige Meinung, die Peter Backes stellvertretend meldet.


Mainz

Ein tolles Dankeschön-Event

Fotos: IGBCE (2)

Gespräche (hier Hauptvorstandsmitglied Francesco Grioli, links, und Saarbrückens Bezirksleiter Heiko Metzger), ein Magier sowie eine Feuershow machten das Dankeschön-Event zu einem ganz besonderen Ereignis.

Gespräche (hier Hauptvorstandsmitglied Francesco Grioli, links, und Saarbrückens Bezirksleiter Heiko Metzger), ein Magier sowie eine Feuershow machten das Dankeschön-Event zu einem ganz besonderen Ereignis.

Fotos: IGBCE (2)

Den Top-Werberinnen und -Werbern einfach mal Danke sagen – das war dem Landesbezirk wichtig. Sie alle lud die IGBCE deshalb zum Dankeschön-Event nach Mainz in eine außergewöhnliche Location ein, umgeben von Weinreben en masse.

„Dein Engagement hat ganz konkrete Wirkung. Du trägst dazu bei, dass wir als IGBCE handlungsfähig bleiben und Zukunft gestalten können“, würdigte Landesbezirksleiter Roland Strasser. Jedes neue Mitglied mache die Organisation stärker.

Ein Top-Werber ist Gerhard Grabmeier. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Steag Iqony Group hat bewusst mit althergebrachten Methoden gebrochen: „Den Mitgliedsantrag neben den Arbeitsvertrag zu legen – das war einmal.“ Mit dem Arbeitgeber habe man dafür gesorgt, dass im „Onboarding-Guide“ für neue Beschäftigte auch der Betriebsrat vertreten ist. „Mit weniger Druck haben wir so mehr gute Gespräche erreicht“, bilanziert er. Überzeugend für viele sei, dass der Tarifvertrag für Gewerkschaftsmitglieder drei zusätzliche Freischichten pro Jahr sowie 622 Euro Bonus biete. Das gilt auch für außertariflich Beschäftigte.

„Wichtig ist mir aber das große Ganze“, betont Grabmeier. IGBCE-Vorsitzender Michael Vassiliadis sei stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender im paritätisch besetzten Gremium. „Das beizubehalten, ist im Interesse aller. Wofür er und die IGBCE sich regelmäßig im politischen Berlin einsetzen, kommt uns allen zugute.“


Mainz

Neue Landesregierung: Das bringt der Koalitionsvertrag

Der DGB Rheinland-Pfalz/Saarland hat den Koalitionsvertrag der neuen schwarz-roten Landesregierung analysiert. Grundsätzlich: „Er bietet mehr Chancen und Ansatzpunkte für Beschäftigte als erwartet“, lobt der DGB. Es gibt, auf Druck durch die Gewerkschaften, den Anspruch, Tarifbindung und Mitbestimmung zu schützen und zu stärken. Hierzu sind konkrete Maßnahmen formuliert. Für die IGBCE entscheidend: „Es findet sich ein klares Bekenntnis zum Industriestandort“, lobt Jessica Rauch, stellvertretende Landesbezirksleiterin.

Auch beabsichtigt die Regierung, die Industrie- und Innovationspolitik enger miteinander zu verzahnen. Eine Rohstoffstrategie für das Land soll entwickelt, die Verbundausbildung gezielt gefördert werden. Ebenso will die neue Regierung die Mitbestimmung stärken und schützen. Konkret heißt es: „Wir stehen für die konsequente Strafverfolgung der Behinderung von Betriebsratsarbeit.“

Trotzdem sieht der DGB zentrale gewerkschaftliche Herausforderungen für die anstehende Legislaturperiode: Es gelte, eine starke Tariftreue durchzusetzen, beim Thema Mitbestimmung am Ball zu bleiben sowie Transformationsrat und Transformationsagentur weiterzuentwickeln. Dass es kein echtes Azubi-Ticket gebe, sei ein Manko.