BuBoBo –
jetzt erst recht!
„Bunt statt bodenlos am Bodensee“, kurz BuBoBo – so hieß das diesjährige Landesjugendtreffen. Die IGBCE-Jugend aus den Landesbezirken Baden-Württemberg, Bayern und Hessen-Thüringen lud ein – und rund 150 junge Menschen kamen.
Gemeinsamkeit, gutes Wetter und jede Menge Action: Das war ein starkes Event!
Ein unvergessliches Wochenende voller Empowerment, Sonne und Solidarität“: Schon die Einladung machte Lust auf das diesjährige Landesjugendtreffen. Die 42-Grad-Woche war zum Glück vorbei – bei rund dreißig Grad Celsius ließ es sich in Markelfingen direkt am Bodensee bestens aushalten und austauschen. Vor Ort wurde viel geboten: sieben Workshops, gemeinsames Grillen, Discozelt, 24-Stunden-Café mit Smoothie-Stand, Chill-out-Area und Bieryoga – um nur einiges aufzuzählen. „Unsere Ehrenamtlichen, die Teil unserer Planungsgruppe sind, haben uns großartig unterstützt. Ein riesiges Dankeschön dafür“, zeigt sich Landesjugendsekretär Kai Königshausen zufrieden.
Eine dieser Ehrenamtlichen war Emily Mayer, stellvertretende Vorsitzende des Bundesjugendausschusses und Vorsitzende des Bezirksjugendausschusses (BJA) Mannheim. Sie wollte mit dem Workshop „Ehrenamt erklärt: How-to-Aktion“ darstellen, wie sich junge Mitglieder in den BJA einbringen können. „Ob Grillfest oder Straßenumfrage – viele Aktionen sind möglich“, lud sie zum Mitmachen ein. „Ich habe Spaß daran, junge Leute für unser Ehrenamt zu begeistern.“ Für Mayer, die bereits vor zwei Jahren am Bodensee mit dabei war, war das diesjährige Event noch einmal besser: „Das Wetter hat gepasst und wir konnten neue Leute für unseren BJA gewinnen.“
Mika Onken, wie auch Emily Mayer im Landesbezirksjugendausschuss (LBJA), blickt auf ein „super organisiertes“ Wochenende zurück. „Es gab echt interessante Angebote und Workshops“, lobt er. Onken entschied sich, den Austausch zum Thema „Check deine Privilegien“ zu besuchen. „Wir kommen alle aus unterschiedlichen Strukturen und Familien, setzen aber vieles als selbstverständlich voraus. Ich hatte das Glück, während meiner Ausbildung zu Hause wohnen zu können. Andere müssen sich ein Wohnheim suchen“, beschreibt er ein Beispiel. Ob man viele oder wenige oder vielleicht sogar gar keine Privilegien habe, das könne eine Person prägen. „Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man miteinander spricht oder Dinge gemeinsam organisiert.“
Eine Sache, über die auch David Glänzel, Auszubildender zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, nachdenkt. „Ich habe das Glück, dass mir meine Eltern die Miete bezahlen. Aber das haben nicht alle. Genau deshalb sollte eine Azubivergütung mindestens mal dem Mindestlohn entsprechen“, sagt er. Glänzel war bereits auf dem Christopher Street Day (CSD) in Ulm und zu Gast beim LBJA. „Ich habe einige nette Leute in der IGBCE kennengelernt und mich auf ein lustiges, cooles Wochenende gefreut. Und genau so war’s. Eine super Location, das Schwimmen im absolut sauberen Bodensee war mega.“ Jetzt hat er Lust, sich weiter gewerkschaftlich zu engagieren. „Mein Wunsch ist, längerfristig im LBJA aktiv zu werden.“
Klares Bekenntnis: Hier ist kein Platz für Intoleranz und Rassismus.
LBJA-Vorsitzender Maciej Heresztyn (links im Bild) und Auszubildender David Glänzel (rechts).
Das freut Maciej Heresztyn. Für den LBJA-Vorsitzenden ist es „gerade in diesen Zeiten der politischen Spaltung wichtiger denn je, gemeinsam für seine Ziele einzustehen und an einem Strang zu ziehen“. Für die Themen Solidarität und Toleranz will der LBJA jetzt vor allem auf den baden-württembergischen CSDs Flagge zeigen. Das Landesbezirk-übergreifende Treffen habe gezeigt, wie entscheidend es sei, sich überregional zu vernetzen. „Solche Events sind unglaublich wichtig, vor allem für neue Kolleginnen und Kollegen“, blickt Heresztyn schon auf das nächste BuBoBo 2028.
„Ein rundum gelungenes Wochenende“, kommentiert Landesjugendsekretär Kai Königshausen. Und er ist stolz darauf, auch politisch klare Kante gezeigt zu haben: „Unser gemeinsames FCKAFD-T‑Shirt-Statement war ein sehr eindeutiges.“