News
Vor Ort: Nordost
Dresden
Klare Worte an die Ministerin
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas besuchte eine Mitbestimmungskonferenz der IGBCE in Dresden.
Foto: Nando Körner / IGBCE
Insgesamt: positive Bilanz
IGBCE-Bezirksleiter Philipp Zirzow zieht eine positive Bilanz der Mitbestimmungskonferenz. „Wir haben eine ernste Debatte erlebt. Keine mit Schaum vor dem Mund, aber doch mit deutlich gesprochenen Worten von unseren Betriebsrätinnen und Betriebsräten aus ganz Sachsen.“
Lausitz
Revier braucht Verlässlichkeit
Fand klare Worte bei der Lausitzkonferenz: Landesbezirksleiterin Albrecht-Suliak.
Foto: Christiane Schleifenbaum
Die IGBCE fordert Verlässlichkeit beim Kohleausstieg. Stephanie Albrecht-Suliak, Landesbezirksleiterin der IGBCE Nordost, kritisierte bei der Lausitzkonferenz des DGB-Projekts Revierwende die Verantwortlichen in Berlin.
„Leider ist nun auch der zweite Checkpointbericht der Bundesregierung zur Überprüfung des Kohleausstieges nach dem Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG) überfällig“, sagte sie in einer Diskussion mit Vertretern der Länder Sachsen und Brandenburg sowie des Bundeswirtschaftsministeriums. Solche regelmäßigen Überprüfungen habe der Gesetzgeber aber vorgesehen, um die Umsetzung des Kohlekompromisses zu bewerten und verantwortungsvoll fortzuführen. „Ich erwarte die Erfüllung dieses Überprüfungsauftrages, damit der gemeinsame Rahmen für Beschäftigte, Unternehmen und Regionen dauerhaft tragfähig sein kann“, sagte Albrecht-Suliak. Die Region und ihre Menschen brauchten verlässliche Rahmenbedingungen, „damit Vertrauen in die Politik erhalten bleibt und gute Industriearbeit in den Revieren entsteht“.
Berlin
Strom-Gesetz: Druck zeigt Wirkung
Der Einsatz der IGBCE für die Änderungen am Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz (StromVKG) war erfolgreich. „In seiner geänderten Form garantiert das Gesetz, dass der Zubau von Kraftwerken in allen Regionen stattfindet“, sagte Stephanie Albrecht-Suliak, Landesbezirksleiterin der IGBCE Nordost. „Ostdeutschland behält Perspektiven und Energiesicherheit im Kohleausstieg und Strukturwandel.“
Der ursprüngliche Entwurf sah einen Südbonus vor, mit dem der Bau neuer Gaskraftwerke im Süden Deutschlands bevorzugt worden wäre. Die IGBCE hatte zusammen mit Belegschaften und Unternehmen der Energiewirtschaft für eine geänderte Fassung Druck auf die Politik ausgeübt und so letztlich den Weg für neue wasserstofffähige Gaskraftwerke auch im Lausitzer und Mitteldeutschen Revier frei gemacht.
Nordost
Personalie
Foto: privat
Tilo Podstarny-Scharf (33) verstärkt im November und Dezember im Rahmen seiner Trainee-Ausbildung zum Gewerkschaftssekretär das Team des Landesbezirks Nordost. Die Region Ostdeutschland ist für ihn nicht unbekannt: Bereits im Mai lernte er als Trainee den Bezirk Sachsen-Anhalt und die dortigen Betriebe und Aktiven kennen. Der 33-Jährige hat in Frankfurt Politik und Soziologie studiert. Bereits in seiner Jugend stieß er zur IGBCE und war Jugend- und Auszubildendenvertreter.
Tarifmeldungen
Grobkeramik – Mammut Wetro:
insgesamt + 180 Euro, + 30 Euro für Auszubildende, bis zu 400 Euro Jahresleistung, bis zu 250 Euro für Auszubildende, auf 24 Monate.
Energie – BTB:
insgesamt + 6 Prozent, + 150 Euro für Auszubildende, Urlaubsgeld von 35 Euro pro Urlaubstag, auf 24 Monate.
Kunststoff – Deventer:
+ 3 Prozent, Mitgliederbonus + 20 Euro Sachbezugskarte.
Dienstleister – ISS Energy Services:
insgesamt + 6 Prozent, insgesamt + 2,7 Prozent und + 200 Euro für Auszubildende, auf 24 Monate.
Glas I – Guardian Flachglas:
insgesamt + 6,5 Prozent, auf 24 Monate.
Glas II – AGC Interpane Safety Glass:
insgesamt + 5 Prozent, auch für Auszubildende, 500 Euro Urlaubsgeld, verschiedene weitere Prämien, auf 18 Monate.
Umwelt/Entsorgung – Saxonia Galvanik:
mindestens + 200 Euro, auf 25 Monate.