Der 1. Mai im Landesbezirk
Mit der Forderung „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ gingen rund 74.000 Menschen im Landesbezirk Nord am Tag der Arbeit auf die Straße – mehr als in den Vorjahren.
Wie hier in Hamburg, Hannover, Neumünster und Melle gingen im Landesbezirk rund 74.000 Menschen auf die Straße – erneut mehr als in den Vorjahren.
Fotos: IGBCE
Sie haben die ständigen Angriffe auf die Arbeitnehmenden und den Sozialstaat satt: In Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein waren in diesem Jahr rund 74.000 Menschen dem Aufruf des DGB gefolgt und zeigten auf Kundgebungen, Demos und Familienfesten in vielen Städten: „Jetzt reicht’s!“ Unter den Rednerinnen und Rednern waren viele IGBCE-Vertreterinnen und -Vertreter.
Bilder aus Seesen (links) und Wilhelmshaven (rechts, mit Hauptvorstandsmitglied Alexander Bercht, Mitte).
Fotos: IGBCE
Bilder aus Seesen (oben) und Wilhelmshaven (unten, mit Hauptvorstandsmitglied Alexander Bercht, Mitte).
Fotos: IGBCE
Landesbezirksleiter Ralf Becker auf der 1.-Mai-Kundgebung in Stade
Foto: IGBCE
Auf der Veranstaltung in Stade forderte Landesbezirksleiter Ralf Becker die Politik auf, die permanenten Angriffe zu stoppen und die Interessen der Beschäftigten in den Mittelpunkt zu stellen. Insbesondere die Forderung aus der Union, den 1. Mai abzuschaffen, wies Becker scharf zurück. „Wir lassen uns die hart erkämpften Rechte nicht streitig machen. Wir lassen uns auch nicht das Recht nehmen, für diese Rechte auf die Straße zu gehen.“
Statt den Sozialstaat und die Rechte der Arbeitnehmenden ins Visier zu nehmen, müsse die Politik endlich Lösungen für die wahren Probleme finden, forderte Alexander Bercht, Mitglied im Hauptvorstand, in Wilhelmshaven. Das seien stagnierendes Wirtschaftswachstum und der Verlust von 100.000 Industriearbeitsplätzen – aktuell 10.000 jeden Monat. Die Politik müsse alles daransetzen, die Produktion in Deutschland und Europa zu fördern – gekoppelt an die klare Ansage an die Unternehmen: „Wer Steuergeld nimmt oder davon profitiert, der muss die Arbeit derjenigen schützen, die dieses Geld jeden Tag hart erarbeiten.“ Gute Arbeit, sichere Arbeitsplätze und soziale Sicherheit müssten immer Vorrang haben vor kurzfristigen Renditeinteressen.
Auf der Veranstaltung in Stade forderte Landesbezirksleiter Ralf Becker die Politik auf, die permanenten Angriffe zu stoppen und die Interessen der Beschäftigten in den Mittelpunkt zu stellen. Insbesondere die Forderung aus der Union, den 1. Mai abzuschaffen, wies Becker scharf zurück. „Wir lassen uns die hart erkämpften Rechte nicht streitig machen. Wir lassen uns auch nicht das Recht nehmen, für diese Rechte auf die Straße zu gehen.“
Statt den Sozialstaat und die Rechte der Arbeitnehmenden ins Visier zu nehmen, müsse die Politik endlich Lösungen für die wahren Probleme finden, forderte Alexander Bercht, Mitglied im Hauptvorstand, in Wilhelmshaven. Das seien stagnierendes Wirtschaftswachstum und der Verlust von 100.000 Industriearbeitsplätzen – aktuell 10.000 jeden Monat. Die Politik müsse alles daransetzen, die Produktion in Deutschland und Europa zu fördern – gekoppelt an die klare Ansage an die Unternehmen: „Wer Steuergeld nimmt oder davon profitiert, der muss die Arbeit derjenigen schützen, die dieses Geld jeden Tag hart erarbeiten.“ Gute Arbeit, sichere Arbeitsplätze und soziale Sicherheit müssten immer Vorrang haben vor kurzfristigen Renditeinteressen.
Landesbezirksleiter Ralf Becker auf der 1.-Mai-Kundgebung in Stade
Foto: IGBCE
„Wir lassen uns unsere Rechte nicht streitig machen.“
Ralf Becker,
Landesbezirksleiter Nord
Die stellvertretende Landesbezirksleiterin Petra Adolph in Hildesheim
Foto: IGBCE
Die stellvertretende Landesbezirksleiterin Petra Adolph warnte bei der Mai-Kundgebung in Hildesheim vor einem bröckelnden gesellschaftlichen Zusammenhalt – vor Ort und in den Betrieben. Dem tritt der Landesbezirk mit der Kampagne „Jetzt! Zukunft erhalten“ entgegen, indem er Betriebsräte und Arbeitgeber dabei unterstützt, Perspektiven für ihre Unternehmen zu entwickeln. Zentral seien die Fragen, „wie Unternehmen sich nachhaltig aufstellen und Produktionsprozesse so verändert werden können, dass sie eine Zukunft haben – und zwar ökonomisch und ökologisch“. Eine solche Strategieentwicklung gehöre nicht zu den Kernaufgaben von Betriebsräten, so Adolph. Ihr Eindruck sei aber: „Wenn die Mitbestimmung nicht aktiv wird, passiert nicht viel.“
Deshalb dankte sie allen engagierten Betriebsräten, dass sie die Mitbestimmung leben und sich als Rückgrat der Unternehmen beweisen.
Die stellvertretende Landesbezirksleiterin Petra Adolph warnte bei der Mai-Kundgebung in Hildesheim vor einem bröckelnden gesellschaftlichen Zusammenhalt – vor Ort und in den Betrieben. Dem tritt der Landesbezirk mit der Kampagne „Jetzt! Zukunft erhalten“ entgegen, indem er Betriebsräte und Arbeitgeber dabei unterstützt, Perspektiven für ihre Unternehmen zu entwickeln. Zentral seien die Fragen, „wie Unternehmen sich nachhaltig aufstellen und Produktionsprozesse so verändert werden können, dass sie eine Zukunft haben – und zwar ökonomisch und ökologisch“. Eine solche Strategieentwicklung gehöre nicht zu den Kernaufgaben von Betriebsräten, so Adolph. Ihr Eindruck sei aber: „Wenn die Mitbestimmung nicht aktiv wird, passiert nicht viel.“
Deshalb dankte sie allen engagierten Betriebsräten, dass sie die Mitbestimmung leben und sich als Rückgrat der Unternehmen beweisen.
Die stellvertretende Landesbezirksleiterin Petra Adolph in Hildesheim
Foto: IGBCE