News
Vor Ort: Baden-Württemberg
Bad Boll
How to: JAV-Versammlungen
Praxisnahe Teamarbeiten inklusive: Das JAV-up-Angebot kam gut an.
Foto: Maxi Ruoff
Mit rund dreißig Jugend- und Auszubildendenvertreterinnen und -vertretern (JAVis) aus den Bezirken Freiburg, Stuttgart und Ulm war die zweitägige Veranstaltung JAV-up gut besucht. „Es ging vor allem darum, Tipps zu geben, wie beispielsweise JA-Versammlungen möglichst für alle interessant werden“, so JAV- und Jugendreferentin Maxi Ruoff. Sie empfiehlt, inhaltlich anzusetzen – und auf Themen mit viel Nutzwert für die junge Zielgruppe zu setzen. „Wie man sich bei Prüfungen richtig präsentiert oder was man nach der Arbeit gemeinsam unternehmen kann, das spricht sicherlich alle an“, rät sie.
Das Angebot fand Beifall: „Seminare wie das JAV-up sind enorm wichtig, um zu zeigen, dass wir als JAVis nicht allein sind und eine gute und solide Rückendeckung haben. Wichtig ist das Wissen, das wir in unseren Bezirken bei den JAVis haben, dank solcher Seminare zu bündeln“, zeigt sich Jugendvertreter Maciej Heresztyn, Vorsitzender des Bezirksjugendausschusses Stuttgart, zufrieden.
Im Blick hat die IGBCE die JAV-Wahlen im Oktober und November. „Deshalb werden wir Anfang 2027 wieder Willkommensveranstaltungen in den Bezirken haben, zu denen alle neu gewählten JAVen eingeladen werden“, kündigt Landesjugendsekretär Kai Königshausen an.
Augsburg
Frauentag: Zu Gast in Bayern
Die Frauen in Augsburg. Ein Gegenbesuch in Freiburg ist bereits vereinbart.
Foto: Sonja Dif
Zum Internationalen Frauentag trafen sich Gewerkschafterinnen aus den Bezirken Freiburg, Stuttgart und Ulm für zwei Tage mit den Kolleginnen aus dem Bezirk Augsburg. Zu Beginn besuchte die Gruppe eine eindrucksvolle, aber hoch emotionale Vernissage: Die Ausstellung „Was ich anhatte“ zeigte Kleidungsstücke von Frauen zum Zeitpunkt einer Vergewaltigung und beleuchtete Machtgefälle sowie Diskriminierungen in der Arbeitswelt. Die Geschichten dahinter sind erschütternd und machen deutlich: Gewalt gegen Frauen ist kein Randthema – sie ist eine Realität in unserer Gesellschaft.
Bewusst viel Zeit nahm der intensive Austausch mit dem Bezirksfrauenausschuss Augsburg in Anspruch: Es ging darum, Netzwerke zu stärken, voneinander zu lernen und gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie sich Gewerkschaftsfrauen weiterhin für Gleichstellung und Gleichberechtigung einsetzen werden – in der Arbeitswelt und darüber hinaus. Ein Besuch im Textil- und Industriemuseum Augsburg rundete das Treffen ab.
Pforzheim
Ortsgruppenkonferenz: Gemeinsam mehr
Zielführender Austausch: Die Ortsgruppenmitglieder nutzten die Chance, sich enger zu vernetzen.
Foto: Yannick Schulze
Der Landesbezirk bringt die Ortsgruppen (OG) enger zusammen. „Ziel war unter anderem ein Austausch darüber, wer welche Aktionen macht, wie die Ortsgruppen ihre Arbeit organisieren und wer wie neue Mitglieder anspricht“, blickt Yannick Schulze, stellvertretender Landesbezirksleiter, auf das eintägige Event zurück.
„Eine rundum gelungene Veranstaltung, die mir Spaß machte“, kommentiert Lothar Bayer, Vorsitzender der OG Göppingen/Eislingen. „Aus der Konferenz ziehe ich weitere Motivation für die Basisarbeit.“
„Für mich war es wichtig, Gleichgesinnte zu treffen und die positive Erfahrung zu sammeln, dass es immer noch Solidarität und Gerechtigkeitssinn in der Gemeinschaft gibt“, lobt Magdalena Sutter, Beisitzerin der OG Markgräflerland. Das Netzwerken habe sich gelohnt, weil sie gemerkt habe, dass alle gleiche Interessen und Schwierigkeiten hätten.
Ralf Bulach, Vorsitzender der OG Oberwolfach, repräsentiert mit seinem Gremium zwar nur einen Betrieb – Sachtleben Bergbau mit rund 110 Beschäftigten. Aber zusammen mit den Rentnerinnen und Rentnern seien in der OG derzeit knapp mehr als 100 Mitglieder. „Mein Besuch war mir wichtig, um weitere Erfahrungen zu sammeln: Was machen andere Ortsgruppen, wie sind sie zusammengesetzt, wie groß sind sie und wie viele Mitglieder gibt es?“, nennt er ihm wichtige Beispiele.
Allmannshofen
Kunststoff-Transformation gestalten
Rund zwanzig Betriebsratsmitglieder gehen die Transformation aktiv, solidarisch und gestaltend an.
Foto: Juliane Gruber
Start frei für eine bezirksübergreifende Vernetzung einer ganzen Branche in Süddeutschland: Rund zwanzig Betriebsratsmitglieder aus den Bezirken Augsburg, Nürnberg und Ulm trafen sich zu einer gemeinsamen Transformationskonferenz für die Kunststoff verarbeitende Industrie. Denn Nachhaltigkeits- und Gesetzesauflagen drängen die Branche in einen ungewollten Strukturwandel.
Torsten Falke, Leiter des IGBCE-Bezirks Augsburg, betonte die zentrale Rolle der betrieblichen Mitbestimmung in Zeiten tiefgreifender wirtschaftlicher und technologischer Veränderungen. Fachlichen Input lieferte Sandra Saeed vom Kompetenznetzwerk Transformation der IGBCE. Sie ordnete aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Handlungsstrategien für die Kunststoff verarbeitende Industrie ein und stellte konkrete gewerkschaftliche Unterstützungsangebote vor.