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Vor Ort: Rheinland-Pfalz/Saarland
Neuwied
Neuer Bezirksleiter
Foto: Marie-Christin Ockenfels
Im Bezirk Mittelrhein wurde der Staffelstab innerhalb der Bezirksleitung übergeben: Der bisherige Gewerkschaftssekretär Tobias Paulus (kleines Foto) ist neuer Bezirksleiter. Er folgt auf Hans-Joachim Gerloff, der nach vielen Jahren engagierter Arbeit in den wohlverdienten Ruhestand geht.
„Ich übernehme diese Aufgabe mit großem Respekt und voller Motivation“, sagt Paulus. „Nicht, weil es der nächste Schritt auf einer Karriereleiter ist – sondern weil ich überzeugt bin: Unsere Region, unsere Betriebe und unsere Mitglieder brauchen eine starke Stimme. Eine Stimme, die zuhört, die versteht und die entschlossen handelt.“
Paulus ist seit vier Jahren im Bezirk Mittelrhein tätig und kennt die Region, ihre Betriebe und die Anliegen der Mitglieder aus nächster Nähe. Beruflich stammt er aus der Energiewirtschaft, familiär aus einem Bergarbeiterhaushalt. „Kameradschaft und Solidarität sind für mich keine Schlagworte – sie sind Teil meiner DNA. Ich habe die Herausforderungen unserer Branchen am eigenen Leib erfahren – von der Tarifrunde bis zur Insolvenz, von Transformation bis Personalabbau.“
Sein Ziel für die kommende Zeit: „Unsere Betriebsräte und Vertrauensleute verdienen volle Unterstützung – sie sind das Rückgrat unserer gewerkschaftlichen Arbeit. Ihre Rolle soll gestärkt und ihre Arbeit sichtbarer gemacht werden. Die IGBCE muss wieder spürbar sein: in den Betrieben, in der Region, im Alltag der Menschen.“ Mit seinem Team möchte Paulus den Fokus auf starke Tarifrunden legen und die Mitgliederentwicklung vorantreiben. Denn nur mit einer engagierten und wachsenden Mitgliedschaft ließen sich die gemeinsamen Ziele nachhaltig durchsetzen.
Gerloff hat den Bezirk über viele Jahre geprägt, wichtige tarifpolitische Erfolge erzielt, die betriebliche Mitbestimmung gestärkt und zahlreiche Aktionen für gute Arbeit und faire Bedingungen initiiert.
Ralf Sikorski (ganz rechts), ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der IGBCE, hielt die Laudatio für Hans-Joachim Gerloff (Bildmitte, graues Sakko).
Foto: Marie-Christin Ockenfels
Contwig
Auf Winterwanderung
Kalt, aber ohne den angekündigten Eisregen: die Winterwanderung der Ortsgruppe.
Foto: Günter Österreicher
Die Ortsgruppe Zweibrücken ist mit ihrer Winterwanderung zufrieden. „Trotz der widrigen Wetterprognose fanden sich viele am Rathaus in Contwig ein“, resümiert Schriftführer Wilhelm Schwarz.
Für dieses Jahr hat die Ortsgruppe viel geplant: Am 10. April findet die Mitgliederversammlung statt. Weiterhin ist ein Tagesausflug ins pfälzische Neupotz vorgesehen, „hier begeben wir uns auf die Spuren der Römer und besuchen ein Oldtimermuseum“, berichtet Schwarz. Am 29. August soll das Mitgliederfest mit Jubilarehrung stattfinden, im September lädt die Ortsgruppe zum Besuch von Villeroy & Boch in Mettlach. Schließlich steht im November das Bowlingturnier an.
Ludwigshafen
BASF: Verkauf von Tafelsilber?
Einst warb die BASF mit dem Deutschen Bauherrenpreis, den sie für das Modernisierungsprojekt Hohenzollern-Höfe erhielt.
Foto: BASF
Der Bezirk Ludwigshafen kritisiert den geplanten Verkauf eines Großteils der Wohnungen im derzeitigen Bestand der BASF Wohnen + Bauen. Dabei handelt es sich um 1.100 Eigentumswohnungen sowie weitere 3.300 Wohnungen, die als Gesamtpaket inklusive Gebäude veräußert werden sollen.
„Wenn es in der Vergangenheit darum ging, dass die Menschen im Umfeld der BASF pro ihr gegenüber eingestellt waren und als Beschäftigte auch schnell und flexibel für das Unternehmen da sein sollten, war es richtig und wichtig, sozial angesehen zu sein. Das aktuelle Vorgehen meiner BASF, sich von ihren Werten zu verabschieden, ist nicht nachvollziehbar und wirkt auf mich rein finanzgetrieben“, so der Vorsitzende der rund 1.000 IGBCE-Vertrauensleute in der BASF SE, Stephan Güldner.
„Gerade mit dieser Entwicklung bekommen die aktuelle Betriebsratswahl, die Chemie-Tarifrunde und eine Gewerkschaftsmitgliedschaft eine besondere Bedeutung“, unterstreicht Bezirksleiter Steffen Seuthe. Das Vorhaben sei Sprengstoff für die Gesellschaft und die politische Landschaft. Trotz aller Herausforderungen, Globalisierungsansätze und -druck habe die BASF ihren Wertekompass, was einen sozialen und weitblickenden Arbeitgeber ausmacht, bisher nicht über Bord geworfen. Doch das jetzt verkündete Vorhaben, die Werkswohnungen zu verkaufen, stelle die soziale Wirkung des Chemiekonzerns in die Belegschaft und die Region infrage. Es entstehe der Eindruck, dass „Tafelsilber“ veräußert werde.
Das Signal, dass man sich auf das Kerngeschäft ausrichten und stabil aufstellen wolle, sei eines gegen die Menschen, stellt die IGBCE klar.
Landau
Großes Bildungsprogramm
Anruf der Familie oder Abzocke? Die Präventionskampagne gibt Tipps.
Foto: Pixabay
Die Ortsgruppe Landau bietet ihren Mitgliedern in diesem Jahr „ein sehr anspruchsvolles Bildungsprogramm“, wie es Bildungsobmann Erwin Welsch formuliert.
So sprechen beispielsweise die vier Stammtische über die Tafel Landau, die Präventionskampagne „Lasst euch nicht reinlegen“ und thematisieren die Arbeit einer Digitalbotschafterin und des DRK-Rettungs- und -Notfalldienstes in der Südpfalz. Weiterhin plant die Gruppe eine Werksbesichtigung bei der BASF und, zusammen mit der Ortsgruppe Pirmasens, eine mehrtägige Bildungsfahrt nach Dresden.
„Unser Vernetzungsprojekt ,Ortsgruppe trifft Ortsgruppe‘ führen wir 2026 weiter. Zusammen mit der Ortsgruppe Pirmasens wird es ein Arbeitnehmergespräch zum Thema ,Zukunft der Alterssicherung‘ geben“, berichtet Welsch.