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Vor Ort: Hessen-Thüringen
Frankfurt
Kein Streik: Abschluss bei Skytanking Frankfurt
Ein Skytanking-Beschäftigter betankt am Frankfurter Flughafen ein Flugzeug.
Foto: Skytanking Holding GmbH
Sie haben gekämpft – und gewonnen: Der Warnstreik war vorbereitet, die Demo angemeldet. Da hat der Flugzeugbetanker Skytanking Frankfurt eingelenkt und so Verspätungen und Flugausfälle verhindert. Am 6. März unterzeichneten IGBCE und Arbeitgeber einen Tarifvertrag.
Als „Herzschlagfinale“ bezeichnete einer der 104 Beschäftigten den Abschluss. „Der Kampfgeist unserer Mitglieder zahlt sich aus“, sagt IGBCE-Verhandlungsführer Simon Haas. „Sie waren bereit, zu streiken, obwohl der Arbeitgeber massiv Druck ausgeübt hatte.“ Aufgrund von alten Regelungen waren bislang vor 2008 eingestellte Beschäftigte bessergestellt als ihre Kolleginnen und Kollegen, die später angefangen haben. „Das haben wir nun korrigiert, ohne irgendjemandem etwas wegzunehmen.“
Ab Januar 2026 erhalten Beschäftigte in Schichtarbeit, die ab 2008 eingestellt wurden, eine Flexibilitätszulage von drei Prozent, ab Januar 2027 von sechs Prozent. Für Beschäftigte, die vor 2008 eingestellt wurden, erhöht sich der Grundlohn ab Januar 2026 um 100 Euro, ab Januar 2027 um weitere 75 Euro. Für Gewerkschaftsmitglieder gibt es eine Bonuszahlung. Der Vertrag läuft bis 31. März 2028.
Schenklengsfeld
500 bei Neujahrstreffen des Bezirks Kassel
Hauptvorstandsmitglied Alexander Bercht (links), Bezirksleiterin Petra Hartwig (vorn rechts) und Landesbezirksleiterin Sabine Süpke (dahinter).
Foto: Wolfgang Lenders
Gemeinsam stark in herausfordernden Zeiten: Rund 500 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sowie Gäste sind am 24. Januar zum Neujahrstreffen der IGBCE in die Großsporthalle Schenklengsfeld gekommen. Hauptredner war Alexander Bercht vom geschäftsführenden Hauptvorstand der IGBCE in Hannover. „Die Zukunft der Industriearbeitsplätze muss hier bei uns entstehen!“, rief er den Versammelten zu. Er erinnerte an die aggressive weltpolitische Lage und appellierte an die Politik, für gute Rahmenbedingungen für die Betriebe und die Beschäftigten zu sorgen. „Wir sind zu lange mit unserer Industrie fahrlässig umgegangen“, mahnte er.
Bezirksleiterin Petra Hartwig ließ die Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren. Sie erinnerte an schmerzhafte Ereignisse wie Betriebsschließungen und Personalabbau und zeigte auf, wie die IGBCE dabei ihre Mitglieder bestmöglich unterstützt hatte. Sie stimmte die Versammelten auf die Herausforderungen des Jahres 2026 ein und rief sie dazu auf, sich zu engagieren: „Niemand wird unsere Interessen vertreten, wenn wir es nicht selbst tun.“
Fulda
Vernetzt euch!
Teilnehmerinnen beim Frauennetzwerk mit IGBCE-Sekretär Dennis Priegnitz.
Foto: Wolfgang Lenders
Sie sind nach Fulda gekommen, um Kontakte aufzufrischen, neue zu knüpfen und sich über aktuelle Entwicklungen beim Thema Gleichberechtigung zu informieren: die knapp vierzig Teilnehmerinnen beim Frauennetzwerk des Landesbezirks am 28. Februar in Fulda. Bei dem Treffen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen in vier Workshops mit den Themen Frauengesundheit, Digitalisierung, Empowerment und Teilzeit. Stefanie Taxweiler aus der Abteilung Frauen/Diversity der IGBCE in Hannover berichtete über die Arbeit auf Bundesebene.
In einem Vortrag von Christa Larsen vom Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität Frankfurt am Main ging es um das Thema „Equal Pay 2026 – Lage und Ansatzpunkte zur Verbesserung der Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern“.
Korbach
Ein Tag frei
Der Infostand in einer Conti-Halle.
Foto: IGBCE
Bei Conti in Korbach haben die IGBCE-Vertrauensleute im Januar ihre Kolleginnen und Kollegen über den im Tarifvertrag vorgesehenen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder informiert und bei der Beantragung geholfen. Um möglichst viele Beschäftigte zu erreichen, stand der IGBCE-Stand, dekoriert mit einer riesigen aufblasbaren Figur, an einer Reihe von Standorten auf dem Werksgelände.
Wiesbaden/Frankfurt/Melsungen/Darmstadt
Laut, bunt und heiß: Aktionen zur Chemie-Tarifrunde
Rote Karten und riesige Buchstaben in Höchst, ein Rad aus Feuer in Wiesbaden und weitere Aktionen bei B. Braun und Merck: Mitglieder im Landesbezirk haben Druck für ihre Forderungen in der Tarifrunde Chemie gemacht.