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Markelfingen

Landesjugendtreffen 2026

Beliebtes Event auch in diesem Jahr: das Landesjugendtreffen der IGBCE.

Vom 3. bis zum 5. Juli 2026 heißt es in Markelfingen am Bodensee: zusammenkommen, austauschen, diskutieren und gemeinsam eine gute Zeit erleben. Unter dem Motto „Bunt statt bodenlos am Bodensee“ lädt die IGBCE-Jugend der Landesbezirke Bayern, Baden-Württemberg und Hessen-Thüringen alle jungen Leute unter 28 Jahren zum Landesjugendtreffen 2026 ein.

Im Fokus der drei Tage stehen spannende Workshops rund um Politik, Arbeit und Gesellschaft, Vernetzung und echte Gemeinschaft. Das Treffen soll ein Zeichen setzen für eine solidarische, vielfältige und selbstbewusste Jugend innerhalb der IGBCE.

Burghausen

Gemeinsam stark für Arbeitsplätze

Aktion auf der Brücke der B 20 in Burghausen.

Foto: IGBCE

Gemeinsam mit dem Betriebsrat und der gesamten Wacker-Belegschaft macht sich die IGBCE im Bezirk Altötting stark für den Erhalt sicherer und guter Industriearbeitsplätze.

„Wir stehen als IGBCE vor Ort in engem Austausch mit den Betriebsräten und unterstützen aktiv alle Initiativen und Aktionen zum Schutz der Arbeitsplätze“, sagt Bezirksleiter Günter ­Zellner. Mit Blick auf die derzeitigen Herausforderungen brauche es entschlossenes gemeinsames Handeln. Seit Langem kämpfe man, oft gemeinsam mit der Arbeitgeberseite, für verlässliche Rahmenbedingungen, damit der Industriestandort Deutschland wettbewerbsfähig bleibe.

Nun erwarte man, dass auch die Sozialpartner in schwierigen Zeiten Verantwortung übernehmen nicht nur für strategische Standortentscheidungen, sondern vor allem für die Belegschaften im Stammwerk in Burghausen sowie an den weiteren Produktions- und Unternehmensstandorten.

München

Für eine starke Chemie

Die gemeinsame Resolution von IGBCE, bayerischem Wirtschaftsministerium und bayerischen Chemieverbänden setzt wichtige Impulse.

Foto: StMWi/A

Die IGBCE stellt sich klar hinter die im Bayerischen Chemiedialog verabschiedete Resolution zur Stärkung des Chemiestandorts Bayern. Gemeinsam mit dem bayerischen Wirtschaftsministerium und den bayerischen Chemieverbänden fordert sie schnelle, wirksame Maßnahmen. Denn es steht viel auf dem Spiel: Rund 500 Chemie- und Pharmaunternehmen sichern in Bayern etwa 90.000 Arbeitsplätze und erwirtschafteten 2024 mehr als 21 Milliarden Euro Umsatz.

Harald Sikorski, Landesbezirksleiter der IGBCE Bayern, warnt angesichts hoher Energie- und Rohstoffpreise, Bürokratie und Handelshemmnissen vor weiteren Standortverlusten. Produktionsauslastungen seien niedrig, Stellenabbau bereits Realität. „Ohne stabile Chemie gerät die industrielle Wertschöpfung ins Wanken“, sagt er. Denn die Chemiebranche ist zentral für Industrie, Versorgungssicherheit und Wohlstand. Die gemeinsame Resolution fordert unter anderem bezahlbare Energie, faire Netzentgelte sowie weniger regulatorische Lasten.

München

IGBCE trauert um Helmut Beer

Foto: IGBCE

Mit tiefer Betroffenheit nimmt die IGBCE Abschied von Helmut Beer. Beer hat sich seit dem 1. Mai 1967 hauptamtlich in der IGBCE engagiert und durch seinen Einsatz, seine Kollegialität sowie sein Fachwissen wesentlich zu deren Erfolg insbesondere in Bayern beigetragen. Er war in unterschiedlichen Funktionen tätig, zuletzt bis zu seinem Ausscheiden in den Ruhestand Ende Dezember 2003 als Landesbezirksleiter in Bayern. In diesem Jahr wäre Beer für seine siebzigjährige IGBCE-Mitgliedschaft geehrt worden. Im Januar ist Helmut Beer im Alter von 84 Jahren verstorben.


Dietenhofen

„So geht man nicht mit Menschen um“

IGBCE und Betriebsrat mobilisieren gegen Playmobil-Werksschließung in Dietenhofen.

Foto: Michael Kniess

Rund 120 Beschäftigte haben Mitte Februar vor dem Play­mobil-­Werk in Dietenhofen gegen die angekündigte Schließung des Produktionsstandorts protestiert. Eingeladen hatten IGBCE und Betriebsrat. Sabrina Emrich, Leiterin des IGBCE-Bezirks Nürnberg, kritisierte die Pläne scharf: „Ihr habt diese Marke aufgebaut, die inzwischen weltweit bekannt ist. Das ist das Ergebnis eurer geleisteten Arbeit. Diese ist kein Kostenfaktor, sondern ein ganz wichtiger Standortvorteil.“ Sie forderte eine ergebnisoffene Diskussion über Alternativen. Die Kundgebung sei ein erstes Signal: „Wir stehen zusammen.“

IGBCE-Landesbezirksleiter Harald Sikorski betonte, es gebe kein Verständnis dafür, dass ein traditionsreiches Unternehmen solche Schritte plane. Jahrzehntelang habe sich Playmobil durch die Arbeit der Beschäftigten am Markt behauptet. Nun seien strategische Fehler der Vergangenheit Ursache der Krise. Man erwarte, dass die Geschäftsführung gemeinsam mit Betriebsrat und Gewerkschaft Zukunftskonzepte entwickele, so Sikorski. Seine unmissverständliche Botschaft: „So geht man nicht mit Menschen um, die teilweise seit Jahrzehnten hier arbeiten.“ Die IGBCE werde kämpfen, bis die Unternehmensleitung zu „vernünftigen Verhandlungen“ bereit sei.

Maximilian Krippner, zuständiger Gewerkschaftssekretär, betonte die Geschlossenheit der Belegschaft. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen sei die Schließung der falsche Weg. Man wolle Alternativen aufzeigen. Sollte sie am Ende dennoch kommen, brauche es einen fairen Ausgleich für die Betroffenen. Die Kundgebung sei erst der Anfang mit Blick auf anstehende Verhandlungen.

Auch Carsten Träger, SPD-Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, sprach zu den Beschäftigten. Er kritisierte das Vorgehen des Unternehmens als unwürdig: Auf der Spielwarenmesse sei vom Turn­around die Rede gewesen, zwei Wochen später habe der Betriebsrat kurz vor der Belegschaft von der Stilllegung erfahren.

Die Proteste sollen fortgesetzt werden. Ziel ist, die Unternehmensleitung zu Verhandlungen über Alternativen zu bewegen und Perspektiven für die 350 betroffenen Beschäftigten zu entwickeln. „So einfach darf man einen traditionsreichen Produktionsstandort nicht aufgeben“, lautete der Tenor. Man erwarte Transparenz, Gespräche auf Augenhöhe und tragfähige Lösungen für die Belegschaft.