Dialog
Tarifrunde Chemie
Das Wichtigste sind sichere Jobs
Eine generelle Arbeitsplatzsicherung und eine Übernahme von Auszubildenden stehen für mich an erster Stelle. Dafür würde ich sogar auf eine Lohnerhöhung verzichten und sogar meinen freien Gewerkschaftstag spenden.
Zu allgemein
Ohne konkrete Zahlen bleibt die Forderung leider sehr allgemein. Entscheidend ist: Nur eine Erhöhung oberhalb der Inflationsrate steigert die Kaufkraft, alles darunter erhält sie bestenfalls.
Verzichte lieber
Was bringen die Gehaltserhöhungen, wenn dafür Kollegen gehen müssen? Ich verzichte lieber auf eine tarifliche Erhöhung, wenn dafür jemand in der Firma bleiben kann. Denn die Arbeit wird nur auf die anderen Kollegen umverteilt, sie wird nicht weniger.
„Meine IGBCE“-App
Breaking News
Sie ist dein perfektes Tool für Breaking News von deiner Gewerkschaft – die „Meine IGBCE“-App! Ganz easy und per Push aufs Handy erfährst du vor allen anderen vom Tarifabschluss in deiner Branche oder von wichtigen Nachrichten aus deinem Bezirk. Aber nicht nur das: Du kannst alle zwei Monate an unseren Umfragen des Monats teilnehmen, die Digitalausgaben der IGBCE-Magazine lesen, Videos in der Mediathek anschauen, deine Arbeitszeit erfassen und noch viel mehr. Lade dir die App am besten gleich aus deinem Store herunter, melde dich mit deiner Mitgliedsnummer an – und aktiviere die Pushmitteilungen.
IGBCE im Netz
Foto: IGBCE
Neue Umfrage im Februar
Umfrage des Monats
Schlechte Noten für die Regierung
Die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD ist jetzt seit mehr als sieben Monaten im Amt. Welche Schulnote gibst du Schwarz-Rot bislang?“ (in Prozent)
Quelle: IGBCE
Vor allem die Industrie hält sich aktuell mit Investitionen zurück. Spürst du das auch ganz konkret im eigenen Betrieb?
(in Prozent)
Quelle: IGBCE
Die wirtschaftliche und politische Stimmungslage unter den IGBCE-Mitgliedern ist zum Jahreswechsel deutlich getrübt und kritisch, der Ausblick mehrheitlich pessimistisch. Die aktuelle Bundesregierung erhält sehr schlechte Noten. Das sind einige Kernergebnisse der jüngsten Umfrage in der „Meine IGBCE“-App, an der sich rund 5.000 Mitglieder beteiligt haben.
Ihre persönliche wirtschaftliche Situation beschreiben zum Jahreswechsel 41 Prozent als schlechter als vor einem Jahr, 42 Prozent bezeichnen sie als quasi unverändert. Mit Blick auf die Lage im eigenen Betrieb sehen 48 Prozent eine Verschlechterung, nur 12 Prozent eine Verbesserung. Entsprechend fällt der Ausblick aus. Für sich ganz persönlich schaut eine Mehrheit von 53 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder pessimistisch auf 2026, mit Blick auf den Standort Deutschland sind es sogar 75 Prozent.
Zwei von drei Mitgliedern berichten davon, dass sie im eigenen Betrieb ganz konkret zu spüren bekommen, wie sich ihr Arbeitgeber mit Investitionen zurückhält. Dass dies an fehlender Standortverbundenheit des Managements liegt, sehen sie dabei nicht als Grund. Immerhin 46 Prozent der Befragten halten die Standortverbundenheit ihres Managements für sehr groß oder spürbar, 40 Prozent halten sie für eher oder sehr gering.
Deutlich härter gehen die Beschäftigten mit der Politik ins Gericht. Dass die Bundesregierung die Belange der Industriebeschäftigten im Blick hat, bezweifeln 76 Prozent der Befragten. Gleichzeitig ist Schwarz-Rot bei einer Mehrheit der Mitglieder durchgefallen: 52 Prozent würden der Koalition als Schulnote eine Fünf oder Sechs geben. Dass die Bundesregierung Entlastungsmaßnahmen für die Industrie auf den Weg gebracht hat, spielt dabei offenbar eine untergeordnete Rolle; diese werden klar positiv bewertet (61 Prozent).
Der Gewinner des iPads der letzten Umfrage ist Alexander Schneider aus Worms. Wir gratulieren!